Ergebnisse der Nadelmethode

Um räumliche Informationen und lokales Wissen zu im Sommer besonders heißen, aber auch angenehm kühlen Orten abzufragen, wurden PassantInnen gebeten anhand roter (heiß) und grüner (kühl) Nadeln entsprechende Orte auf einem auf Karton aufkaschiertem Plan des Bezirks,
beziehungsweise der Gemeinde zu markieren. In Wolkersdorf zeigten die Erhebungen, dass als Hitzeinseln wahrgenommene Orte sich ausschließlich auf den Stadtkern rund um die Hauptstraße und den Kirchenplatz konzentrieren. Als kühle Orte wurden in erster Linie das Schloss und der Schlosspark, die Kellergasse, das Bad und die an die Gemeinde angrenzenden Grünräume gekennzeichnet.

In Währing ergab sich folgendes Bild: An allen Erhebungsstandorten wurde der Türkenschanzpark häufig als wichtiger kühler Ort markiert. Der Währinger Park und der Marie Ebner Eschenbach-Park wurden vor allem bei Erhebungen an dem jeweiligen Ort selbst als kühle Orte genannt, was auf kleinere Einzugsgebiete schließen lässt. Vor allem männliche Jugendliche kennzeichneten Parks teilweise auch als Hitzeinseln, insbesondere den Schubertpark und in Teilbereichen auch den Türkenschanzpark. Der Kutschkermarkt mit dem kleinen Platz neben der Kirche und den Lokalen wurde ebenfalls als kühler Ort im Bezirk ausgewiesen. Als besonders heiß wurden in erster Linie die wenig begrünten Straßenräume im Bezirk, vor allem im Bereich des sehr dicht bebauten Kreuzgassenviertels, am Gürtel, in der Währinger Straße sowie in der Gersthofer Straße empfunden. Ein kleiner Teil der Befragten verfügte über gemeinschaftliche oder private Freiräume wie Innenhöfe (Bereich Kreuzgassenviertel) und weiter stadtauswärts liegende Kleingärten, die im Sommer kühle Rückzugsorte darstellen.